Eine türkische Hochzeit ist nicht nur eine Zeremonie, sie ist ein rauschendes Fest mit lauter Musik, einer schieren Unmenge an Essen und mehr als zahlreichen Gästen. Auch in der Türkei werden in den einzelnen Regionen unterschiedliche Hochzeitsbräuche gepflegt. Eine traditionelle türkische Hochzeit beginnt aber in allen Regionen an einem Montag und endet an einem Freitag. Immer spielt dabei das Mahl eine große Rolle, es wird viel und gut gegessen, gesungen und getanzt. Die Stimmung ist zu jeder Zeit ausgelassen.
Dienstags feiert man die Hennanacht, Handflächen und Füße der Braut werden mit Henna bemalt. Die Frauen sind unter sich, sie tanzen und singen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag findet immer die Hochzeitsnacht statt mit der die Ehe als vollzogen gilt.
Hochzeiten stellen in der Türkei den Höhepunkt im Leben dar. Sie werden kostspielig und im großen Stil organisiert. Oftmals nimmt die ganze Dorfgemeinde daran teil. Durch die türkische Hochzeit verbinden sich die Familien von Braut und Bräutigam zu einer Einheit.
Die rituelle Waschung der Braut gehört ebenso zum Ablauf einer typisch türkischen Hochzeit, wie der festliche Umzug mittels dessen sie ihrem Mann überstellt wird. Vor ihr noch erreicht ihre reichhaltige Aussteuer das neue Zuhause. Auf dem Weg zur ihrem Mann trägt die Braut einen roten Schleier, der Schleier soll sie nach altem Glauben gegen den „bösen Blick“ schützen. Rot wird in der Türkei als magische Farbe gewertet, sie soll Böses abwenden und Gutes anziehen. Daraus lässt sich schnell erahnen, dass auch das Brautkleid diese Farbe trägt.
Beschenkt wird das Brautpaar von ihren Gästen hauptsächlich mit Geld und Gold. Gold ist besonders bei den Frauen wichtig, sie bekommen schon während der Verlobungsphase goldene Armreifen geschenkt. Je mehr Armreifen, desto „wertvoller“ die Braut.
Eine traditionelle türkische Hochzeit ist für alle ein Erlebnis wie aus 1001 Nacht!
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